Klasse 7

Sich selbst und andere entdecken

Denken wir an eine 7. Klasse, so kommen uns recht schnell Schülerpaare in den Sinn, die bis zu zwei Köpfe auseinander ragen. Es scheint ein Wettbewerb zwischen dem Längenwachstum der unterschiedlichen Kinder ausgebrochen zu sein, dem viele nicht gewachsen sind. Nach den Ferien betritt man den Klassenraum und findet nicht mehr die netten Jungen und Mädchen von vor den Sommerferien vor, sondern vielmehr einen Haufen verschlafener, müder und unmotivierter Bengel. Dem nicht genug, scheinen sie alle Grundregeln des Zusammenseins, der Heftführung und der unterrichtlichen Inhalte sowieso vergessen zu haben.

Was macht also das Kind während der 7. Klasse aus und was braucht es? Man kommt mit sich selbst nicht mehr klar und auch nicht mehr mit und verliert sich; man fängt an das andere Geschlecht zu sehen und beginnt die Erwachsenen zu hinterfragen. Das Kind braucht klare Regeln, einen Halt, das Schöne in ihm will befriedigt werden, es möchte nicht mehr als kleines Kind gesehen werden, darf aber auch noch nicht als „Großer“ behandelt werden. Die Reflexionsfähigkeit in diesem Alter ist noch sehr schwach entwickelt, man darf die Kinder nicht überfordern. Der methodische Schwerpunkt in diesem Schuljahr könnte im Bereich der Sprecherziehung oder wie Klippert es ausdrückt: im Bereich des Kommunikationstraining liegen.

  • Kommunikationstraining / Sprecherziehung

 

Klasse 8

Orientierung suchen – Wirklichkeit finden    –    Ich – Stärkung … Keine Superstarallüren

Die körperlichen und geistigen Unterschiede werden noch größer, was häufig zu Aggressionen führt. Das Thema Sex nimmt großen Raum ein. Gruppen- und Cliquen prägen sich in dieser Klassenstufe besonders aus.

Das Rechts- und Unrechtsbewusstsein der Schüler nimmt zu in gleichem Maße zu wie die Ich – Bezogenheit. Man darf von 7. und 8.klässlern ( besonders in der HS) in moralischer Hinsicht nicht zu viel verlangen. Manche Schüler bleiben ihr Leben lang in einer extrem infantilen Weltsicht gefangen und entwickeln kein unabhängiges Inneres: sie definieren sich nur aus Wertungen und Anleitungen von außen. Solchen Menschen müssen wir als Lehrer großen Halt, Grenzen und Orientierung geben.

Ähnliche Inhalte wie in klasse 7: Geht der Unterricht für die Schüler weiter?

Hohe Vergessensrate, Abstumpfung durch die Benotung, Lösung vom Elternhaus und Distanz zum Lehrer nehmen zu. Orientierungslosigkeit entsteht dadurch.

Häufige Fragen: Was willst du mal machen? Computer und so ..

Gegensteuerung durch Präsentation in den Nachbarklassen ohne Bewertung

  • Rollenspiel
  • Vorstellungsgespräch
  • Spiegelspiel
  • Vortrag
  •  Plakatgestaltung / Tafe
  • Textarbeit