Die Wüstenroter Schulet ist mittlerweile bis über die „Waldgrenzen“ hinaus für seine Projekte bekannt. Im Unterricht, in Profilstunden, während Projekttagen oder auch in der „Freizeit“ führen die Schüler mit ihren Lehrern Projekte durch, die nicht nur den Unterricht, sondern das ganze Schulleben bereichern.

Dies sind beispielsweise das Anlegen einer Kräuterspirale und eines eigenen Schulgartens, die Pflege und Einrichtung eines Waldlehrpfades, die Betreuung eines schuleigenen Biotops, das Anlegen einer Bewegungslandschaft für Grundschüler, der Bau einer Spielhütte bzw. einer Medienecke für die Schüler, Gestaltung von Klassenzimmern oder die Mitgestaltung eines Altennachmittages, … – um nur einige zu nennen.

 Impressionen

projekte-1

projekte-2   projekte-5

 projekte-4

projekte-3

Urwald-Projekt der Klasse 6a

 (Schuljahr 2005/2006)

 im Altenzentrum Martha Maria

… ein Jahr Unterricht mit dem Schwerpunkt „Soziales Lernen“!

In der letzten Schulwoche des alten Schuljahres verabschiedeten sich die Schüler der Profilgruppe „Freizeitbeschäftigung mit älteren Menschen“ von den Bewohnern des Altenzentrums G. Kropp. Geplant, konzipiert und gestaltet wurden die Begegnungen von Lehrerin S. Körner und Frau Baisch-Hermann, der Heimleiterin.

Ein Schuljahr lang durften sie, die doch recht fremde Welt, beschnuppern, kennen lernen und erkunden. Alle zwei Wochen stand das Altenheim auf dem Stundenplan der 10 – 13 jährigen Schüler.

Inzwischen sind die Besuche zur Selbstverständlichkeit geworden. Ohne Scheu bewegen sich die Schüler inzwischen im Heim und freuen sich auf das Wiedersehen mit den Bewohnern, sie freuen sich z. b. auf „ihre Lachoma“.

Einmal kamen die Bewohner des Altenheims zu den Schülern in die Schule. Da wurden viele Erinnerungen wach. Das Interesse war auf beiden Seiten groß. Als im Juni das Altenheim zum Sommerfest einlud, waren die Schüler natürlich den ganzen Nachmittag im Einsatz. In den Wochen vorher hatten sie passend zum Sommerfestmotto „Europa“ ein großes Preisrätsel vorbereitet. Außerdem verkauften sie an einem Stand ihre selbstgebackenen Waffeln. Viele ältere Menschen wurden von den Schülern sogar persönlich bedient.

Nun ist ein erstes „Profiljahr“ zu Ende und man merkt, dass sich in den Kindern vieles verändert hat. Es ist zusammen gewachsen was zusammen gehört. Letzte Woche beim Abschlussfestle wurde mit Dias zusammen Rückblick gehalten. Alt und Jung sangen zusammen, machten miteinander Gymnastik und äußerten ihre Wünsche fürs kommende Jahr. Besonders freuten sich die Schüler auf das gemeinsam vorbereitete Mittagessen. Im Waffelbacken schon geübt, schafften sie fleißig und alle ließen sich die Waffeln mit Apfelmus und Schlagsahne schmecken. Viel zu schnell ging der Vormittag zu Ende, doch eins ist sicher, es werden weitere Vormittage folgen. Die Schüler bereiten jetzt schon ihr Wiedersehen im September vor. Mit einem selbst gemachten Singspiel zum Thema „Urwald“ wollen sie die Bewohner begrüßen. Zum Stichwort „Urwald“ entwickeln die Schüler derzeit ein szenisches Spiel mit Bildern und viel Musik. Man darf also gespannt sein, was sich daraus entwickelt. …

… hier das Ergebnis:

urwald-2005-1

urwald-2005-2

urwald-2005-3

urwald-2005-4

 

Projekt „von Generation zu Generation“ der Klasse 6a (Schuljahr 2009/2010)

 sowie des Seniorenzentrums Martha Maria

 „Ich fand alles super, spannend und total interessant! “ Dies ist eine der ausschließlich positiven Rückmeldungen der Schüler der Klasse 6a der Grund- und Werkrealschule Wüstenrot.

Bereits seit Beginn der 5. Klasse führt die Klasse 6a der GWRS Wüstenrot das Projekt „Von Generation zu Generation“ gemeinsam mit dem Seniorenzentrum Martha Maria durch. Dabei werden entweder Themen des Bildungsplans oder Vorschläge, die von den Schülern angeregt wurden, behandelt.(Schuljahr 2005/2006)

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Schuljahr im Bereich der „Wege zur Berufsfindung“. In diesem Zusammenhang hatten die Schüler im Februar die Möglichkeit sich mit den Senioren über deren Berufsleben auszutauschen. Zu Beginn der Veranstaltung erfragten Chris und Maurice gemeinsam mit der Leiterin Frau Baisch-Herrmann alle Berufe der anwesenden Senioren. Dabei stelle sich heraus, dass folgende Berufe (teilweise mehrfach) unter den insgesamt knapp 50 Anwesenden vertreten waren: Lehrerin, Stenotypistin, Hausfrau und Mutter, Arbeiterin, Gärtnerin, Einzelhandelskauffrau, Verkäuferin, Schneiderin, hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, Verlagskaufmann, Polizist, Maurer, Gärtner, Fahrer, Malermeister, Sozialarbeiterin, Fürsorgerin.

Es folgten Expertenbefragungen der Klasse. Gisela Conrad (Verlagskaufmann), Heinz Stade (Polizist, Maurer u.a.), Heinz Huck (Gärtner/ Fahrer), Paul Zicker (Malermeister), Erika Laupe-Bauer (Sozialarbeiterin) und Sofie Schäfer (Fürsorgerin) beantworteten bereitwillig alle Fragen der Schüler und gaben interessante Einblicke in ihr (Berufs-)Leben. Die Schüler waren nicht nur von der Vielzahl der verschiedenen Berufswegemöglichkeiten, sondern auch von der Tatsache beeindruckt, dass ein Lebensweg trotz widriger Umstände (beispielsweise durch Krieg und Gefangenschaft) ausgesprochen gut gelingen kann. Die verschiedenen Anschauungsmaterialien, die die Senioren zeigten, unterstützten dies.

Nach dem Rückblick in die Vergangenheit liegt der Fokus dieses Projekts ab sofort in der Gegenwart und auch der möglichen Zukunft der Schüler. Bereits jetzt freuen sich die Schüler auf den Projekttag, an dem sie einen ganzen Vormittag lang in verschiedenen, ausgewählten Bereichen des Seniorenzentrums Erkundungen anstellen und den Berufstätigen über die Schulter sehen können.