Viele Eltern und Viertklässler aus Wüstenrot und Umgebung nutzten den Tag der offenen Tür der Georg-Kropp-Schule, um sich über das Bildungsangebot vor Ort zu informieren. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Timo Wolf.


Mit einem wohlklingenden Medley älterer und aktueller Hits eröffneten acht Mädchen der Abschlussklassen 10 den Reigen einblickreicher Präsentationen. Als Projektchor gaben die jungen Damen nach nur kurzer Vorbereitungszeit ihren Liedern eine melodische Tiefe, die auch Rektor Peter Wetter beeindruckte.

Der Schulleiter begrüßte die Besucher mit einer Vorstellung des Lehr- und Lernkonzepts der  Gemeinschaftsschule. Diese ist Ort des gemeinsamen Lernens auf verschiedenen Niveaus. Lehrkräfte aus dem Hauptschul-, dem Realschul- und dem Gymnasialbereich fördern die Kinder auf ihrem Niveau. Damit sei gewährleistet, dass die Lernenden auf allen drei Bildungsniveaus die notwendige Lehrerkompetenz erfahren, so Wetter.  Das von den engagierten Lehrkräften getragene Konzept biete viele Vorteile. So werde die in der Wirtschaft so wichtige soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert. Peter Wetter stellte die verschiedenen Vernetzungen vor, welche die Schule mit der Schulsozialarbeit, dem Jugendtreff und nicht zuletzt mit den eifrigen Eltern des Fördervereins pflegt. Sehr dankbar zeigte er sich für den Einsatz, den heimische Unternehmen als Türöffner in die Berufswelt durch die vielgestaltigen Schülerpraktika leisten.

420 Schülerinnen besuchen die Georg-Kropp-Schule. Sie ist derzeit zwei- bis dreizügig, hat also pro Jahrgang zwei bis drei Klassen. 42 Lehrerinnen und Lehrer sorgen für professionellen Unterricht an der Bildungseinrichtung, die neben dem naturwissenschaftlichen auch das sportliche Profil ihr Eigen nennt.

In der Georg-Kropp-Halle machte Sportlehrerin Michaela Köhler-Hass mit ihren Schülern die Bedeutung und auch das Vergnügen sportlicher Fertigkeiten leibhaftig erlebbar. Ein herausfordernder Sportparcours lud zum Mitmachen gegen den Bewegungsmangel ein. Ganz im Sinne gelebter Inklusion öffnet sich der Schulsport auch den sportlichen Leistungen beeinträchtigter Menschen. So lernen die Kinder etwa die besonderen Anforderungen von Rollstuhl-Volleyball und Klingelball aus dem Rahmen der Paralympics kennen.

Mit Nadel und Faden wusste Schulleiter Peter Wetter zu überraschen. Im von Eike Gürbig und ihren Schülern vorbereiteten praktischen Info-Bereich der Fächerkombination Alltagskultur, Ernährung und Soziales schlüpfte Wetter in die Rolle des tapferen Schneiderleins und zeigte sich vertraut im Umgang mit einer Nähmaschine. Die erstaunten Zuschauer erfuhren gar, dass der  oberste Lehrer der Schule selbst eine Nähmaschine besitzt – und dies nicht bloß zum Angucken. Selbst ist der Hausmann…   

Hohes Mitmach-Potenzial lauerte in den sogenannten M Boots, die im Informatikbereich eingesetzt wurden. Die kleinen Modellautos lassen sich fernsteuern mit handlichen I-Pad-Computern. Der Clou dabei: Die Steuerprogramme hatten Zehntklässler der Schule mit dem Programm Scratch selbst geschrieben. Als Profis leiteten sie die Gäste im Autole-Fahren an und bauten auch Überraschungen ein, so z.B. Klangspiele, wenn das Auto auf ein Hindernis boxte. An der Georg-Kropp-Schule wird hoher Wert auf eine angemesse moderne Lehre im Fachbereich Informationstechnologie gelegt – und das nicht erst seit dem lange umstrittenen Digitalpakt zwischen Bund und Ländern

Im Fachbereich Französisch lockte Albert Wamsiedel mit Gaumenfreunden – die sich die Besucher freilich erst mit ein paar Französisch-Kenntnissen erarbeiten mussten. Nicht allzu schwer und mit Hilfe sicher lösbar. Die sprachkundigen Kenner kamen in den Genuss von selbstgemachten Crêpes à la française.

Zum ehrwürdigen Handwerken luden Marina Frech und Kai Gessner ein. Sie boten Arbeitsvergnügen mit Säge, Feile und Co. Die Bedeutung wirtschaftlicher Kenntnisse für Berufs- und Studienentscheidungen hob Denise Erb hervor.

Forschungsvergnügen war im naturwissenschaftlichen Raum möglich. Im Mikroskop wurde die verborgene Kleinstruktur von Pflanzenteilen sichtbar und schließlich durften die Besucher erkennen, dass Stahl, zu Wolle aufbereitet, durchaus zu brennen vermag – schon, wenn man eine einfache Batterie daran hält und einen heißen Kurzschluss erzeugt.

 

Nach so vielen Informationshappen kam zum Abschluss auch der Magen nicht zu kurz. Der Förderverein der Schule bewirtete die Gäste mit leckerem Essen.

mx