Die NwT-Gruppe der Klasse 9 hat ihre Messboje im Rahmen des Projekts „ParKli – Partizipative Klimaforschung“ erneut im Finsterroter See eingesetzt. Die Boje sammelt wichtige Umwelt- und Klimadaten, die öffentlich bereitgestellt und für wissenschaftliche Untersuchungen regionaler Gewässer genutzt werden.


Am Mittwoch, den 20.05.26 haben die Schüler:innen ihre Messboje im Rahmen des Projekts „ParKli – Partizipative Klimaforschung“ erfolgreich wieder im Finsterroter See eingesetzt. Das Projekt wird von der Baden-Württemberg Stiftung unterstützt und beschäftigt sich mit der Erfassung wichtiger Umwelt- und Klimadaten regionaler Gewässer.
Die Messboje sammelt regelmäßig Daten des Sees. Gemessen werden unter anderem der pH-Wert und die Wassertemperatur. Die Daten werden über LoRaWAN übertragen und öffentlich bereitgestellt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können diese Informationen auswerten und beispielsweise für Klimamodelle oder Untersuchungen regionaler Gewässer nutzen. Auch Veränderungen im See, wie sogenannte Umschichtungen des Wassers, lassen sich dadurch sichtbar machen.
Bevor die Boje im See eingesetzt werden konnte, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mehrere Wochen lang an Planung, Aufbau und Tests des Systems. Zu Beginn erhielten sie von beteiligten Wissenschaftlern eine Einführung in die Technik der Messboje und die benötigten Bauteile. Anschließend wurde gemeinsam geplant, welche Arbeitsschritte notwendig sind und wie der Zusammenbau erfolgen soll.
Während des Projekts beschäftigten sich die Jugendlichen intensiv mit Sensorik, Datenübertragung und Programmierung. Besonders spannend war für viele die Arbeit mit der Funktechnologie LoRaWAN sowie der Einblick in die Klimaforschung. Auch technische Herausforderungen mussten gelöst werden: So erwies sich das korrekte Anschließen der Temperaturfühler als schwierig, ebenso die Programmierung des Boards. Teilweise mussten außerdem Bauteile aus dem 3D-Druck nochmals verbessert werden, da sie nicht stabil genug waren. Unterstützung erhielten die Schülerinnen und Schüler dabei sowohl von ihren Lehrkräften als auch von den beteiligten Wissenschaftlern.
Das Projekt verbindet naturwissenschaftliches Arbeiten mit aktuellem Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler, wie wissenschaftliche Datenerfassung funktioniert und welchen Beitrag moderne Technik zur Erforschung regionaler Klimaveränderungen leisten kann.
Die über Monate und Jahre hinweg gesammelten Daten sind öffentlich abrufbar und sollen wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung regionaler Gewässer liefern.


Die Projektgruppe bedankt sich herzlich bei den Besitzerinnen des Finsterroter Sees für die Möglichkeit, das Forschungsprojekt vor Ort durchführen zu können. Dank gilt außerdem Daniel Stutz, dem Pächter des Seekiosks für die Bereitstellung eines Tretbootes sowie die Unterstützung beim Betrieb des LoRaWAN-Gateways. Ebenso bedankt sich die Georg-Kropp-Schule bei der Gemeinde als Schulträger für die Unterstützung des Projekts.
Weitere Informationen zum Projekt sowie die öffentlich verfügbaren Messdaten können unter parkli.gks-wuestenrot.de abgerufen werden.
Autor: L. M.