Während der Projektwoche der LG 8, stellten sich fünf Mädels der hohen Herausforderung die Zugspitze (2963m) zu besteigen. Allein durch ihre reine Muskel- und Willenskraft setzten sie sich in den Kopf, den höchsten Berg Deutschlands innerhalb von zwei Tagen erklimmen zu wollen. Dabei gab es einige Hürden zu überwinden. Das Aufgeben war nie eine Option und wurde von vornherein ausgeschlossen. Die Zugspitze stellte die Schülerinnen allerdings nicht nur vor die rein sportliche Herausforderung. Zu kämpfen galt es auch damit sein eigens Gepäck für zwei Tage auf dem Rücken zu tragen, keinen Handyempfang und Internet, geschweige denn Strom zum Akkuladen zu haben, auf einer Berghütte im Matratzenlager gemeinsam mit ihren Lehrern zu übernachten, sich drei Toiletten mit 150 anderen Bergsteigern zu teilen, nach einem langen und anstrengenden Tag kalt duschen zu müssen und den inneren Schweinehund zu überwinden, nicht aufzugeben und immer einen Fuß vor den anderen zu setzen. Nach einigen Flüchen und gut 2200 Höhenmetern später standen die fünf gemeinsam mit ihren beiden Lehrern verschwitzt, müde, aber dennoch überglücklich und voller Stolz on the top of Germany!

Wie sie das gemeistert haben, kann im Folgenden detailliert nachgelesen werden:

Am Sonntagmittag fuhren fünf Mädchen gemeinsam mit ihren Lehrern Frau Kappe und Herr Bodenmüller nach Garmisch-Partenkirchen, um auf die Zugspitze zu wandern. Nachdem wir uns abends bei einer Pizza gestärkt hatten und das EM-Finale in der luxuriösen Jugendherberge geschaut haben, ging es früh schlafen. Immerhin mussten wir für unser Projekt fit und ausgeruht sein. Wie sehr wir die toll ausgestatten Zimmer mit Bad, warmer Dusche, eigenem WC, weichen Betten und ausreichend Strom im Laufe der Zeit vermissen werden, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen.
Am nächsten Morgen sind wir schon früh aufgestanden, um rechtzeitig loszulaufen. Das Frühstücken fiel uns um sieben Uhr morgens sichtlich schwer und noch etwas verschlafen, machten wir uns gegen acht Uhr auf auf unsere Bergtour. Nachdem die Autos am Eisstadion ihren Parkplatz gefunden hatten, fuhren wir mit dem Bus zum Start – der Skisprungschanze in Garmisch. Das erste Highlight der Tour ließ nicht lange auf sich warten. Am Anfang sind wir durch die Partnachklamm gelaufen. Dort war es noch schön kühl und dunkel, von den Felsen kamen kleine Wasserfälle runter und das Wasser der Partnach war sehr klar und hellblau. Nach der Klamm ging es über Wiesen und durch Wälder im Grünen, immer entlang des Flusses weiter. Schnell wünschten wir uns die Kühle und die kleinen Wasserfälle von den Decken zurück, denn die Sonne schien mit voller Kraft und es war sehr warm. Selbst für einen Schmetterling war es zu warm. Ausruhend begleitete er uns auf Philines Hand eine ganze Weile. Der Weg schien endlos zu sein, ging hoch und runter und war mit 15,7km und gut 700Höhenmeter sehr lang. Als wir dann endlich an der Reintalangerhütte ankamen, waren wir richtig fertig und erschöpft. Zu allem Überfluss gab es dort die meiste Zeit über auch kein Internet, geschweige denn Strom, um unsere Handys aufladen zu können. So haben wir uns einfach die Zeit bis zum Abendessen an der Partnach vertrieben. Nachdem wir uns bei Spagetti bzw. Semmelknödel mit Gulasch gestärkt hatten, ging es nach einer kalten Dusche ab ins Bett. Schnell sehnten wir uns nach der Jugendherberge zurück. Auf der Hütte schliefen wir nämlich im Matratzenlager zusammen mit unseren Lehrern und die Betten waren alles andere als komfortabel. Zum Glück waren wir von der ersten Etappe so müde, so dass wir schnell einschliefen und sogar besser als gedacht diese Hürde meistern konnten.
An dem darauffolgenden Tag ging es noch früher  – nämlich um 6:15Uhr – mit einem leckeren Frühstück mit vielen selbstgemachten Konfitüren, Müslis und Brot der Hüttencrew los. Bei leider sehr durchwachsenem Wetter mit einigen Wolken, keiner Sonne, sondern Nebel und Kälte traten wir die zweite Etappe an. Nun ging der Weg sehr steil nach oben. Zum Glück wurde uns schnell vom Laufen wieder warm. Nach dreieinhalb Stunden und weiteren 700 Höhenmetern kamen wir an der Knorrhütte an. Dort gab es eine etwas längere Pause, in der wir uns in der Hütte etwas aufgewärmt und getrunken sowie gegessen haben. Dann hieß es Gipfelsturm. Es galten immerhin noch weitere 500 Höhenmeter zu bezwingen. Das letzte Stück hat sich ewig gezogen. Nun war von Wiesen und Wäldern nichts mehr zu sehen. Jetzt waren wir eindeutig über der Baumgrenze und neben Geröllfeldern und kleinen Kletterpassagen mussten wir ebenfalls Schneefelder passieren. Die Tour wurde somit immer alpiner, abwechslungsreicher und spannender für uns. Nach weiteren dreieinhalb Stunden hatten wir es endlich geschafft! Wir standen oben auf dem Gipfelplateau der Zugspitze (2962m), dem höchsten Berg Deutschlands. Wir alle waren zwar erschöpft, aber überglücklich diese Herausforderung gemeistert zu haben! Nach etlichen Fotos und vielen neuen Eindrücken, ging es zuerst mit der Gondel und weiter mit der Bahn wieder runter nach Garmisch-Partenkirchen. Dort angekommen, fuhren wir direkt in eine andere Jugendherberge und nahmen dort unser verdientes Abendessen zu uns. Dann konnten wir es alles kaum erwarten, warm zu duschen und unsere Handys nicht nur wieder zu benutzen, sondern auch zu laden. Bei einer Limo ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Müde und voller Stolz über die vergangenen zwei Tagen schliefen wir schließlich alle in unseren weichen Betten schnell ein.
Am letzten Tag fuhren wir, nachdem wir etwas ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, immer noch überwältigt von unserer Zugspitzbesteigung, zurück nach Hause. Auf dem Schulparkplatz nahmen uns unsere Eltern freudig in Empfang. Auch sie konnten unseren Erfolg kaum glauben und waren von unserer Leistung mehr als beeindruckt.

Zum Schluss lässt sich nur noch eins sagen: Danke an Frau Kappe und Herr Bodenmüller, dass Sie diese Herausforderung mit uns gemeistert haben. Wir werden diese Tour nie vergessen!