Wie fühlt es sich eigentlich an im Rollstuhl Sport zu machen? Die SchülerInnen des Sportprofils 10 wissen es jetzt: Das ist ganz schön herausfordernd, macht aber auch richtig Spaß!

Beim Workshop mit dem Rollstuhlsportverein Heilbronn hieß es zuerst: Einsteigen, ausprobieren, klarkommen. Gar nicht so einfach, wie es aussieht! Schon das Geradeausfahren will gelernt sein. Plötzlich werden kleine Hindernisse zu echten Challenges: Eine Kante, eine Stufe oder sogar ein „harmloses“ Seil auf dem Boden. Im Rollstuhl fühlt sich das schnell wie ein Hindernisparcours auf Profi-Niveau an. Dabei wurde auch klar: Ohne Aufmerksamkeit und Körperspannung geht nichts, sonst kippt man schneller nach hinten, als man denkt.

Zum Glück blieb genug Zeit, um das Ganze auch sportlich auszutesten: Beim Rollstuhlbasketball kam richtig Action auf! Mit viel Spaß, Ehrgeiz und Teamgeist wurde gedribbelt, gepasst und geworfen. So mancher hat dabei ganz neue Talente entdeckt.

Zum Abschluss wurde es nochmal richtig spannend. In einer offenen Fragerunde konnten die Schülerinnen und Schüler alles loswerden, was sie schon immer wissen wollten. Vom Alltag im Rollstuhl über das Training bis hin zur Technik des Rollstuhls selbst blieb keine Frage unbeantwortet. Besonders beeindruckend war, wie viele Sportarten mit dem Rollstuhl möglich sind: von Rollstuhlbasketball über Handbiking bis hin zu Tischtennis oder sogar Tanzsport. Ein echtes Highlight war, als eine der Teilnehmerinnen berichtete, dass sie bei den letzten Deutschen Meisterschaften sogar die Bronzemedaille gewinnen konnte!

Ein riesiges Dankeschön geht an die drei Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie ihre beiden Begleitpersonen für diesen spannenden und inspirierenden Workshop! Wir sind dem RSV Heilbronn jedes Jahr aufs Neue dankbar, dass diese tolle Kooperation den Horizont der SchülerInnen erweitert. Für uns steht fest: Dieser Tag ist mehr als nur Sportunterricht. Er ist eine Erfahrung, die bleibt. Und genau deshalb gehört er fest zum Sportprofil der 10. Klasse.