Georg-Kropp-Schule ebnet Wege zu allen Schulabschlüssen

Beim Tag der offenen Tür präsentierte sich die Wüstenroter Schule als moderne, vielgestaltige Bildungseinrichtung

Wüstenrot – Die Schule im Herzen Wüstenrots öffnete kürzlich ihre Pforten für die Eltern all jener Kinder, die vor dem Wechsel auf eine weiterführende Schule stehen. Auch alle anderen Interessierten waren eingeladen, sich ein Bild von der gut ausgestatteten Bildungsstätte zu machen. Die verschiedenen Gebäude der Schule wurden zu Informationszentren für die Vielfalt des Lehrangebotes vor Ort. Erstmals hatte die Schule am Samstag eingeladen.

Schulleiter Peter Wetter begrüßte die Besucher in der Georg-Kropp-Halle, wo die Schülerband, die Eltern-Lehrer-Band und der Eltern-Lehrer-Chor mit Musik für lockere Stimmung sorgten. Hier lud der Förderverein der Schule die Gäste auch mit Bewirtung zum Verweilen und Genießen ein. Vielen Dank dafür!

Zum Zentrum der schulischen Informationsoffensive wurde der Info-Stand im Foyer des Hauptgebäudes. Die Eltern waren wissensdurstig, wie es an der Schule um die individuelle Förderung und um den Ganztagsunterricht bestellt ist. Und der Unterschied zu anderen Schulen war auch ein häufiges Thema. Viele Eltern zeigten sich verwundert, dass in der Gemeinschaftsschule die gleichen Prüfungen geschrieben werden wie an Haupt- und Realschulen. Eben dies ist der Kern des Gemeinschaftsschulkonzepts, drei Abschlüsse im Blick zu haben!

Peter Wetter und das Kollegium des Schulleitungsteams hoben die Bedeutung der Durchlässigkeit hervor, die das Konzept der Gemeinschaftsschule bietet. Hier lehren inzwischen Lehrkräfte aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium einträchtig zum Wohle der Kinder. Seither sind in Wüstenrot parallellaufend zwei Abschlüsse möglich – Hauptschul- oder Realschulabschluss. Und die Georg-Kropp-Schule ebnet mit ihrem Bildungsangebot für die Jugendlichen bei entsprechender Niveauwahl und Leistung auch den Weg auf das weiterführende Gymnasium. Diesen Weg wählen regelmäßig Abgänger der Georg-Kropp-Schule. Das zeigt, dass die Schule längst eine Keimzelle für alle schulischen Abschlüsse ist – und sie lässt den Kindern die Chance, in die jeweiligen Leistungsniveaus hineinzuwachsen.

Vom Info-Stand aus konnten die Besucher die Fächer der Schule erkunden. Eine besondere Rolle spielt das Fach Deutsch, ist doch die Sprache der Schlüssel zu allem. Die Lehrkräfte präsentierten die drei Niveaustufen, auf denen die Kinder Deutsch erlernen. Ausgehend von einem vorangestellten Unterricht erkunden die Kinder je nach selbstgewähltem Niveau das jeweilige Thema vertieft über Lernlandkarten. Während sich die Eltern beraten ließen, konnten die Kinder Lesezeichen gestalten.

Auch in den Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch wurden die schulischen Arbeitsweisen vorgestellt, gar unterstützt vom da noch royalen Paar Megan und Harry, wenn auch nur als lebensgroße Pappaufsteller. Zur Stärkung bereiteten Schülerinnen und Schüler Crêpes zu. Mit angemessenen Genüssen aus der Küche lockte auch das Fach „Alltagskultur, Ernährung und Soziales“.

Auf eine kleine Forschungsreise lud der Fachbereich Naturwissenschaften ein, der an der Georg-Kropp-Schule auf modern ausgestattete Physik- und Chemieräume zurückgreifen kann. In Biologie wurde die Lebenswelt im Kleinen unter dem Mikroskop erlebbar. Eine Zitrone wurde in Physik als Batterie zur treibenden Kraft für einen Propeller und dass Stahlwolle brennen kann, war auch ein Erlebnis.

Die Techniklehrer der Schule rückten die gewachsene Bedeutung des Wahlpflichtfaches Technik in den Fokus. Von Schülerinnen und Schülern im Unterricht gefertigte Werkstücke gaben Einblicke in die Anforderungen und Ansprüche des neuen Hauptfaches. Die Besucher waren zur Technikolympiade eingeladen, mit Sägen auf Zeit, Nagelwettbewerb und Papierfliegerkonstruktion.

Der Fachbereich Sport brachte Schwung in die Besucherschar. Ein Sportparcours in der Sporthalle lud ein zum Überwinden von Hindernissen, ob kletternd oder an Seilen schwingend. Denn Schule soll ja auch bewegen. Ein Stockwerk höher lockte die Welt der Musik. Im Musikzimmer konnten Kinder am IPad mit der App „Garageband“ und mit elektronischen Instrumenten oder Live Loops selbst Musik komponieren.

Dies lenkte ganz beiläufig den Blick auf die hervorragende Medienausstattung der Georg- Kropp-Schule, die so längst nicht jede Schule im Ländle aufweisen kann. Hier sind alle Unterrichtsräume mit Computertechnologie, Beamer und Whiteboard ausgestattet. Übers schuleigene W-LAN besteht Anschluss ans Internet. Der bestens ausgestattete Computerraum bietet für ganze Klassen individuelle Arbeitsplätze, um in der Informationstechnologie voranzukommen. Flexibel einsetzbar sind überdies drei Boxen mit je zehn IPads, mit denen je nach Bedarf flexibel im Unterricht gearbeitet werden kann. Den praktischen Einsatz von computergestützter Steuerungstechnik machte das Fach „Informationstechnische Grundbildung“ am Beispiel von selbstgebauten, aus der Ferne steuerbaren Autos erlebbar.

Ein beachtenswertes Element im Ablauf der als Ganztagesschule betriebenen Bildungsstätte ist das neugeschaffene „Mittagsband“. Diesen zwei Schulstunden umfassenden Zeitabschnitt um die Mittagszeit planen die Schulkinder über ihr persönliches Logbuch eigenständig. Sie verteilen die Zeit nach individuellem Bedarf auf Mittagessen (in der Mensa in der Georg- Kropp-Halle möglich), Hausaufgaben und Freizeit. Dabei geht es nicht kunterbunt zu. Die Entscheidungen werden von Lehrkräften regelmäßig begleitet und geprüft – und bei erwiesener Zuverlässigkeit werden die Kinder in die Eigenständigkeit entlassen. Das begleitende Angebot lockt mit Teestube, Band, Tanzkurs, Bücherei und Spieletonne zu aktivem Tun. Mit integriert ist hier die seit dem aktuellen Schuljahr bestehende Möglichkeit, an der Georg-Kropp-Schule eine Erste-Hilfe-Ausbildung zu erlangen. Das Ziel ist, die Teilnehmenden für Ernstfälle zu qualifizieren und mittelfristig einen Schulsanitätsdienst aufzubauen.

Die Schülermitverantwortung zeigte sich beim Tag der offenen Tür als reger Teil der Schule. Die Kinder und Jugendlichen der SMV stellten ihre Projekte vor, darunter nur zum Beispiel die Gestaltung der Blumenwiese. Dazu säte die SMV Wildblumensamen aus, um mit Blumenvielfalt einen Beitrag gegen das Bienensterben zu leisten. Damit unterstützten die Jugendlichen die Grundschule im Haus, die sich nach einem aufwändigen Zertifizierungsprozess seit 2019 stolz Naturparkschule nennen darf. Schule ist eben ein großes Gemeinschaftswerk.​

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