Wüstenrot. Wer gehört zu „uns“ – und was macht eine Gesellschaft aus? Mit diesen Fragen setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Georg-Kropp-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule am Mittwoch, 14. Oktober 2026, in der Georg-Kropp-Halle auseinander. Dort sahen sie das Theaterstück „Was heißt hier ‚wir‘? – Auf der Suche nach der deutschen Identität“ des Ensembles Eure Formation. Das Stück entstand frei nach einer Vorlage von Heinrich Detering und Eure Formation mit Genehmigung des Reclam Verlags.
Im Mittelpunkt stehen zwei Figuren, die sich in der Zukunft begegnen und darüber nachdenken, wer zu „uns“ gehört. Dabei zeigt das Stück eindrücklich, wie Sprache Menschen verletzen und ausgrenzen kann. Es thematisiert zudem, wie die Verharmlosung der NS-Verbrechen das Leid der Opfer relativiert. Zugleich macht es deutlich, wie wichtig die Erinnerung an die Vergangenheit ist, um aus der Geschichte zu lernen und zu verhindern, dass sich Unrecht wiederholt.
Das Stück regt dazu an, das eigene Verständnis von Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu hinterfragen. Ein „Wir“ entsteht dort, wo Solidarität, gleiche Rechte, Chancengleichheit und Empathie gelebt werden. Vielfalt ist dabei keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung, die eine Gesellschaft stärkt.
Im anschließenden Demokratiegespräch hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Fragen zu stellen, ihre Eindrücke zu teilen und die Themen des Theaterstücks mit ihrem eigenen Alltag zu verknüpfen. Neben den Ensemblemitgliedern Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach von Eure Formation brachte auch Esra Metin vom Sozialdienst muslimischer Frauen Stuttgart ihre Perspektive in den Austausch ein.
Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium des Innern gefördert und fand im Rahmen des Projekts „Weißt du, wer ich bin?“ statt.
